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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 15. Mai 2026

1. Geltungsbereich und Anbieter

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen der

Iridom UG (haftungsbeschränkt)
Benediktinerstr. 63
13465 Berlin
Deutschland
Amtsgericht Charlottenburg, HRB 204605 B
vertreten durch den Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Jacek Zawisza
(nachfolgend „Anbieter")

und ihren gewerblichen Kunden (nachfolgend „Kunde") im Rahmen der Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung „Fuhrwerk" (nachfolgend „Software" oder „Dienst").

Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Geschäfte mit Verbrauchern sind ausgeschlossen.

Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

2. Leistungsbeschreibung

Der Anbieter stellt dem Kunden die Software „Fuhrwerk" als webbasierten Dienst zur Verfügung. Fuhrwerk unterstützt Speditions- und Logistikunternehmen bei der Koordination zwischen Disposition und Fahrern. Die wesentlichen Leistungsbestandteile sind:

  • Webbasiertes Dashboard zur Verwaltung von Tourenplänen, Fahrern, Lkw, Kunden, Materialien und Lieferscheinen
  • Kommunikation zwischen Disposition und Fahrern über die WhatsApp Business Cloud API
  • Optische Zeichenerkennung (OCR) von Lieferschein-Fotos zur strukturierten Datenerfassung
  • Reporting und Datenexport für Buchhaltungssysteme

Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung sowie aus dem individuellen Angebot oder Vertrag mit dem Kunden. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln, sofern der vertraglich vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.

3. Vertragsschluss und Vertragslaufzeit

Der Vertrag kommt durch Annahme eines individuellen Angebots, durch Abschluss einer Service-Vereinbarung oder durch konkludentes Verhalten (Beginn der Nutzung nach Bereitstellung der Zugangsdaten) zustande.

Die Vertragslaufzeit richtet sich nach der individuellen Vereinbarung. Soweit nichts anderes vereinbart ist, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Parteien mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende ordentlich gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).

4. Vergütung und Zahlungsbedingungen

Die Höhe der Vergütung ergibt sich aus dem individuellen Angebot oder der Service-Vereinbarung. Alle Preise verstehen sich, soweit nicht anders ausgewiesen, in Euro und zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie eine Mahnpauschale gemäß § 288 Abs. 5 BGB zu berechnen.

Der Anbieter ist berechtigt, bei wesentlichem Zahlungsverzug den Zugang des Kunden zur Software bis zum Ausgleich der offenen Forderungen zu sperren.

5. Pflichten und Mitwirkung des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich:

  • die für die Nutzung erforderlichen Daten (insbesondere Fahrer-, Kunden- und Stammdaten) korrekt und aktuell zu pflegen;
  • die ihm überlassenen Zugangsdaten geheim zu halten und unberechtigten Dritten den Zugang nicht zu ermöglichen;
  • die für die Nutzung von WhatsApp-Funktionen erforderlichen Einwilligungen der Endnutzer (z.B. Fahrer, Geschäftspartner) eigenverantwortlich einzuholen und dokumentiert vorzuhalten;
  • die Software nicht für Marketing-Massennachrichten, Spam, betrügerische Inhalte oder sonstige Verstöße gegen die WhatsApp Business Messaging Policy oder geltendes Recht zu nutzen;
  • den Anbieter unverzüglich über erkennbare Fehler, Sicherheitsvorfälle oder ungewöhnliche Vorkommnisse zu informieren.

Verstößt der Kunde gegen wesentliche Pflichten, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang vorübergehend oder dauerhaft zu sperren. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einem Verstoß des Kunden gegen vorstehende Pflichten resultieren.

6. Nutzungsrechte

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur vertragsgemäßen Nutzung der Software ein. Eine darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere Vervielfältigung, Bearbeitung, Dekompilierung oder Weiterverbreitung des zugrunde liegenden Quellcodes, ist untersagt.

Alle Rechte am geistigen Eigentum an der Software einschließlich künftiger Weiterentwicklungen verbleiben beim Anbieter.

7. Verfügbarkeit und Support

Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresdurchschnitt, gemessen am Server-Ausgang. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und vorab angekündigt.

Nicht in die Verfügbarkeit eingerechnet werden Ausfälle aufgrund höherer Gewalt, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (insbesondere Ausfälle von Drittdiensten wie der WhatsApp Business Cloud API, Cloudflare oder Internet-Service-Providern) sowie Störungen durch nicht vom Anbieter zu vertretende Eingriffe Dritter.

Support-Anfragen können während üblicher Geschäftszeiten (Mo–Fr 9–17 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Berlin) per E-Mail an [email protected] gerichtet werden. Reaktionszeiten ergeben sich aus dem individuellen Service-Vertrag.

8. Datenschutz und Vertraulichkeit

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der Datenschutzerklärung des Anbieters sowie eines zwischen den Parteien abzuschließenden Vertrags zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.

Beide Parteien verpflichten sich, sämtliche im Rahmen der Vertragsdurchführung erlangten vertraulichen Informationen der anderen Partei vertraulich zu behandeln und nur zum vertraglich vereinbarten Zweck zu verwenden. Diese Verpflichtung besteht über die Beendigung des Vertrags hinaus fort.

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), und auch dann nur in Höhe des vertragstypischen und vorhersehbaren Schadens.

Eine darüber hinausgehende Haftung ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden oder Schäden aus dem Ausfall von Drittdiensten.

Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

10. Änderungen dieser AGB

Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies zur Anpassung an geänderte gesetzliche oder regulatorische Rahmenbedingungen, an Änderungen der Rechtsprechung oder zur Behebung von Regelungslücken erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

Änderungen werden dem Kunden in Textform mit einer Frist von mindestens 30 Tagen vor Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge wird der Kunde in der Änderungsmitteilung hingewiesen.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Berlin.

Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungs­verfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG). Dies entspricht dem ausschließlichen B2B-Charakter dieses Vertragsverhältnisses.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.